Podcasting für Anfänger und Einsteiger – Webspace, WordPress und Dateitransfer

Der erste Schritt auf meiner Reise vom Podcast-Konsumenten zum Podcast-Produzenten ist die Errichtung einer Präsenz im Netz. Naheliegend, denn das weist die niedrigsten (finanziellen) Einstiegshürden auf.

Grundsätzlich braucht man für den Podcasting-Einstieg ja nur eine Website auf der man seinen Feed publishen kann, und einen Webserver der die Podcasts hostet – im 21. Jahrhundert sollte das ja kein großes Hindernis darstellen.

Aber der Reihe nach!

Begonnen habe ich das erste Kapitel in die Welt des Podcastings mit der Registrierung der Domain derstammtisch.de. Kurioserweise hatte ich mir die Domain schon vor einigen Monaten gesichert  – aus einer Laune heraus, weil ich selber einmal im Monat einem Stammtisch mit alten Schulfreunden beiwohne. Damals hatte ich natürlich noch kein konkretes Podcasting-Projekt im Kopf. Ich hoffe dass „Der Stammtisch“ und die dazugehörige Domain ein guter Name für einen Podcast ist – wir werden sehen. Auf jeden Fall wollte ich mein Projekt nicht auch noch $Thema-Cast nennen.
Als Registrar für die Domain habe ich 1und1 gewählt – große Gedanken habe ich mir darüber nicht gemacht. Ich denke auch, dass es für die einfache Registrierung einer Domain keine großen Qualitätsunterschiede zwischen den verschiedenen Anbietern gibt (Falls Ihr andere Erfahrungen gemacht habt, lasst es mich wissen).

Mir war von Anfang an klar, dass ich für das Hosting meiner Website und um meine Podcasts zu verteilen nicht bei den Amateur-Anbietern bleiben kann. So ein 1und1-Webauftrit ist vielleicht für den Friseur von gegenüber ausreichend, aber Podcaster wollen ja ein paar mehr Bits unters Volk bringen als eine Preisliste für Herren- und Damen-Frisuren.

Doch was genau sollte ein Hosting-Anbieter eigentlich anbieten, um für Podcasting-Anfänger attraktiv zu sein?

Mir sind auf Anhieb 3 Kriterien eingefallen:

  • attraktive Preispolitik
  • einfache Einrichtung
  • gute Hilfe & Community

Attraktiv ist eine Preispolitik für mich, wenn Sie folgende Kriterien erfüllt: keine langen Vertragsbindungen, keine versteckten Zusatzkosten und natürlich: preisgünstig
Unter einfacher Einrichtung verstehe ich, dass man auch mit beschränkter bzw. nicht existierender Erfahrung in der Einrichtung von Servern trotzdem relativ schnell, ohne einen Intensivkurs Server-Administration, einen Webserver zum Laufen kriegt.

Der Hostingservice, der (das kann ich zum heutigen Zeitpunkt sagen), meine Kriterien passgenau erfüllt ist Uberspace.de.

Uberspace Badge

Bei Uberspace gibt es eine übersichtliche und gleichzeitig ausreichend exakte Anleitung und Beispiele für die ersten Schritte. Und das Beste: ich musste mich nicht schlau machen, was ich eigentlich genau mache. Es reicht tatsächlich aus, mit klassischem Copy & Paste die SSH-Snippets in das MAC OS X – Terminal einzugeben:
ZACK – mein Server war online!!!
Die Einrichtung einer EMail-Adresse und die Aufschaltung der Domain war ebenso ein Klacks – einfach der exzellenten Anleitung folgen…

Außerdem haben die Jungs von Uberspace ein sehr cooles Wiki hingestellt und Community-Projekte verlinkt. Das ist besonders für Podcasting-Anfänger hilfreich, denn die Einrichtung eines WordPress-Blogs wird an erster Stelle verlinkt.
Das ausschlaggebende Argument – ich gebe es zu – war für mich die „Bezahl was Du willst“-Option, die Uberspace anbietet. Ich habe mich anfänglich für 2 € pro Monat entschieden – einfach weil ich nicht weiß, ob ich nicht nach den ersten Podcasting-Versuchen abbrechen werde. Falls mein kleines Projekt aber an Traktion gewinnen sollte, werde ich meinen Monatsbeitrag gerne entsprechend anheben (Uberspace selber empfiehlt einen Betrag von ca. 5-10 EUR pro Monat).

Schaut Euch den Leistungskatalog doch selber mal an. Kurz erwähnen möchte ich aber noch die ca. 100 GB Trafficbeschränkung im Monat. Ob das für Podcasting in meiner Dimension ausreicht? Ich weiß es nicht – die Zukunft wird es zeigen….

WordPress-Installation

Der nächste Schritt auf dem Weg in das Podcasting-Abenteuer war für mich die Installation von WordPress. Auch das war, dank der Anleitung auf Uberspace, kein Problem.
Ich muss gestehen: ich hab echt keinen Bock, mich groß mit WordPress auseinander zu setzen (soweit ich das bisher mitgekriegt habe, ist das auch ein schlimmer Schmerz). Deshalb habe ich es bis dato bei der Basisinstallation belassen. Das Gute an WordPress ist aber: man kann im Dashboard einfach ein bisschen rumklicken ohne viel kaputt zu machen.
Die einzige Anpassung, die ich bisher durchgeführt habe, ist die Installation von einigen Plugins für WordPress die für das spätere Podcasting von Relevanz sein werden:

Auf die Funktionen der Plugins, insbesondere des Podlove Publishers, werde ich in einem späteren Post noch eingehen.

Dateitransfer

Den letzten Schritt, von dem ich in diesem Post noch berichten möchte, ist die Auswahl eines FTP-Client. Dieser wird benötigt, um Dateien auf den Webserver bei Uberspace zu transferieren.
Das derzeitgie Referenzprogramm für den Mac ist anscheinend transmit aus dem Hause panic. Es ist wohl derzeit das ultimative Dateitransfer-Programm – für meinen Verwendungszweck ist es mir aber derzeit zu teuer. Nach einigen Umwegen in der Welt der Free- und Shareware (bspw. Filezilla – gefällt mir gar nicht) bin ich bei Cyberduck* gelandet: http://cyberduck.ch. Das Programm hat ein einfaches und übersichtliches Userinterface und tut was es (bei mir) tun soll.

Das soll es bis hierhin gewesen sein. Im nächsten Post werde ich Euch von der Anschaffung meines Podcasting-Equipments berichten.

 

* Mac App Store Link

Ein Gedanke zu „Podcasting für Anfänger und Einsteiger – Webspace, WordPress und Dateitransfer

  1. Pingback: Podcasting für Anfänger und Einsteiger – Die Aufnahme | Der Stammtisch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.